THOMAS SCHÜTTE

THOMAS SCHÜTTE

Thomas Schütte (*1954) gilt als einer der wichtigsten Künstler und wohl bedeutendsten deutschen Bildhauer der Gegenwart. Wiederholt war er Teilnehmer bei der Documenta und Preisträger des Goldenen Löwen der Biennale von Venedig 2005. Sein künstlerisches Werk entwickelte sich kontinuierlich zwischen Zeichnung und Aquarell, modellhaften Architekturen und der menschlichen Figur. Mit seinen in unterschiedlichsten Materialien angefertigten Skulpturen und Modellen gelingt es ihm, Emotionen, physische Erfahrungen sowie die Definition von Raum erlebbar zu machen. Dabei findet er zwischen Witz und Ironie, sozialer Anklage und Gesellschaftskritik unterschiedlichste Ausformungen des Menschseins - sinnlich, subversiv und vielschichtig. Durch die bewußte Berücksichtigung von Materialität und Herstellungsprozess schafft er ein ungemein weitreichendes, oftmals experimentelles Spektrum, das von monumentalem hochglanzpolierten Aluminium, Eisen und Bronze bis hin zu modellhafter, handbearbeiteter Keramik mit grober Oberfläche reicht. Sein meisterhaftes grafisches Œuvre erweitert diese bildhauerischen Projekte als autonomes Werk. Die Zeichnungen und Aquarelle entstehen oftmals als Werkgruppen und große Serien und zeigen im Gegensatz zu den bildhauerischen Arbeiten eine ernste und nachdenkliche Seite des universalen Künstlers.

Thomas Schütte, Janus Kopf, 1993, glasierte Keramik, Höhe 90 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Thomas Schütte, Janus Kopf, 1993, glasierte Keramik, Höhe 90 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2019