SIMON DENNY

Technologische Dystopie oder Utopie? 

Simon Denny ist einer der aufstrebensten Künstler seiner Generation. Aufgewachsen in einer Zeit, die von rasanten technischen Entwicklungen und einer immer stärker werdenden Globalisierung geprägt ist, beschäftigt er sich mit den daraus resultierenden gesellschaftlichen Phänomenen. Seine Arbeiten befassen sich mit industrieller Technologisierung, Sprache, Werbung, Marketing und Konsum sowie Politik. Es geht ihm dabei um die Veränderungen zwischenmenschlicher Kommunikation und Wahrnehmung. Inwieweit verstehen wir Formen, Gesten und Zeichen? Wie funktioniert visuelle Informationen und wann nehmen wir sie intuitiv war oder nicht? Wie viel visueller Impuls ist ausreichend und wie viel nicht? Mit zuweilen ironischen Verweisen schafft Simon Denny eine künstliche Informationswelt aus Marken, Grafikdesign, kommerzieller Produktion und Technik. Seine Videos, Installationen und Skulpturen spiegeln die hauchdünne Grenze zwischen Werbewelt und Kunst, zwischen Manipulation und Entlarvung. Der spielerische Charakter und die perfektionistische Umsetzung lassen seine Arbeiten zu Metaphern werden für eine Welt, in der es immer mehr darum geht, nicht Inhalte und Werte zu transportieren, sondern größtmögliche Aufmerksamkeit zu erlangen.   

Simon Denny ist 1982 in Aukland, Neuseeland geboren. Er studierte an der Elam School of Fine Arts an der Universität Auckland in Neuseeland und an der Städelschule in Frankfurt. Seine Arbeiten wurden u.a. auf Einzelausstellungen gezeigt wie WIELS Contemporary Art Centre, Brüssel (2016); Serpentine Sackler Gallery, London (2015); MoMA PS1, New York (2015); Portikus, Frankfurt (2014); Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, Vienna (2013); Kunstverein München (2013); Aspen Art Museum, Aspen (2012); NAK Neuer Aachener Kunstverein (2011); Contemporary Art Museum, Saint Louis (2010). Darüber hinaus hat Simon Denny auf der 56. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia den Pavillon von New Zealand vertreten (2015). Zudem hat er an vielen internationalen Gruppenausstellungen teilgenommen wie z. B. Kunstverein in Hamburg, (2016); Kunsthalle Wien, Österreich (2015); Kunsthalle St. Gallen, Schweiz (2014); Ullens Center for Contemporary Art, Beijing (2014); Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart, Berlin (2013); Centre Pompidou, Paris (2013); Institute of Contemporary Arts, London (2012); Institute for Contemporary Art, Berlin (2011); and Musée d’Art Contemporain de Bordeaux (2011) so wie 9. Berlin Biennale (2016).

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