Jeppe Hein *

Jeppe Hein

Mit seinen Skulpturen und Installationen beleuchtet Jeppe Hein die Zusammenhänge zwischen Objekt und Betrachter. Viele seiner Werke, oft interaktive Konstruktionen, stellen den Standort des Betrachters in Frage – und damit die menschliche Wahrnehmung im Allgemeinen auf die Probe. Indem er Spiegel verwendet oder dynamische Elemente wie Wasserfontänen und rollende Kugeln, schafft Hein neue, sich wandelnde Räume, die erst durch den Betrachter reflektiert werden. Dabei setzt der Künstler einen dynamischen Betrachter voraus, der weniger Besucher als vielmehr Akteur ist. Auch Heins Serie von Bänken im Außenraum ist so erlebbar: Die Bänke winden sich in Loopings, sind auf den Kopf gestellt, manche von ihnen verweigern sich jedem Nutzen als Sitzgelegenheit – sie alle stoßen die Auseinandersetzung mit dem räumlichen und gesellschaftlichen Kontext an. Die Kommunikation der Betrachter untereinander anzuregen, ist ein erklärtes Motiv des dänischen Künstlers.

Jeppe Hein wurde 1974 in Kopenhagen geboren. 1997 nahm er dort sein Studium an der Royal Danish Academy of Fine Arts auf; 1999/2000 studierte er an der Städel Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt am Main. Seit Beginn seiner künstlerischen Laufbahn hat Hein seine Arbeiten in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. Seine Werke sind in privaten und institutionellen Sammlungen zuhause, darunter die Tate Gallery, das Centre Pompidou und das Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main.
Jeppe Hein lebt und arbeitet in Berlin und Kopenhagen.

1-Dimensional Mirror Mobile, 2009
Spiegel, Seil