ANDREAS SCHMITTEN

ANDREAS SCHMITTEN

Der junge, aufstrebende Bildhauer und Konzeptkünstler Andreas Schmitten (*1980) ist für seine raumgreifenden und hochkomplexen Installationen bekannt, in denen Figuren, Objekte und Interieurs zu phantastischen, ja surrealen Bildwelten inszeniert werden. In einer Synthese von Ästhetik, komplexem Inhalt und materialem Reiz kombiniert er zuweilen archetypische (Kunst-)Symbole völlig neu und ironisiert sie. Perfekt lackierte Oberflächen, eigentümlich blasse Farbigkeiten sowie manieriert elegante Formen zeichnen seine handwerklich perfekt gearbeiteten Werke aus, die Räume oftmals ins Unwirklich-traumhafte verwandeln. Dabei bedient er sich einer Formensprache, die eine subtile Reminiszenz an Werke der Kunstgeschichte aufweist und kombiniert sie mit vermeintlich profanen Alltagsgegenständen. Durch die höchst artifizielle Verfremdung von bekannten Formen strahlen seine Skulpturen und Installationen einen eigenartigen Reiz aus, der durch die Verwendung kühler Materialien und Oberflächen verstärkt wird. Für Andreas Schmitten gilt der „Altmeister“ Thomas Schütte als wichtiger Impulsgeber. Mit ihm teilt er nicht nur eine vielgestaltige und kenntnisreiche Formenfindung sowie einen hintergründigen Humor, sondern auch die Fähigkeit, klassische Formen in eine neuartige, zeitgenössische Bildsprache zu übertragen. Nicht zuletzt teilt er mit ihm ein zeichnerisches Werk, das auch in seinem künstlerischen Schaffen eine von der Skulptur losgelöste Rolle einnimmt und zu sowohl formal als auch thematisch eigenständigen Werkgruppen führt.

Andreas Schmitten, Wartende, 2018, Bronze und Lack, 600 x 250 x 250 cm; Foto: Andra Lauffs-Wegner

Andreas Schmitten, Wartende, 2018, Bronze und Lack, 600 x 250 x 250 cm; Foto: Andra Lauffs-Wegner