Alicja Kwade

Alicja Kwade

Alicja Kwades Arbeiten kreisen um die Themen Zeit und Wahrnehmung, Fiktion und Wahrheit – und die Frage, was in der medial gefilterten Wirklichkeit dafür gehalten wird. Kwades Motive stammen oft aus Film oder Fotografie, beispielsweise studiert sie immer wieder Zeitungsnachrichten oder Briefe aus Filmen und hinterfragt deren dokumentarischen Charakter. Sie setzt sich mit physikalischen Phänomenen auseinander, etwa den Spuren, die durch die Langzeitbelichtung eines Motivs sichtbar werden und die Frage aufwerfen, welche Realität bildlich festgehalten ist. Den Gedanken, Zeit physisch erlebbar zu machen, beschrieb Alicja Kwade einmal als wesentlichen Antrieb für ihr Schaffen. In ihren Skulpturen und Installationen nutzt sie dafür verschiedenste Materialien und Techniken: Von der Straße aufgesammelte Steine lässt sie zu glitzernden Bordsteinjuwelen schleifen; Reihen von Schreibtischlampen doppeln und brechen sich in zwischen sie gelehnten Spiegeln und schaffen so Parallelwelten, die offen sind für Interpretationen.  

Alicja Kwade ist 1979 im polnischen Kattowitz geboren und in Hannover aufgewachsen. Sie lebt und arbeitet in Berlin, wo sie auch ihr Studium an der Berliner Universität der Künste absolvierte. Kwades Werke waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen, unter anderem im K 21 in Düsseldorf und im Hamburger Bahnhof in Berlin.

 

 

Space, 2008
Atomuhr, schwarze Farbe, verspiegeltes Glas, Mikrophon, Mischpult,
Lautsprecher, Neon