Ólafur Elíasson *

Ólafur Elíasson

Die Werke des dänisch-isländischen Künstlers Ólafur Elíasson bewegen sich im Spannungsfeld von Natur, Kultur und Kunst. In seinen Installationen, die oft im öffentlichen Raum stattfinden, setzt er sich mit dem Phänomen der Wahrnehmung auseinander und mit der Erwartungshaltung, die Naturphänomene mit sich bringen. Dabei verbindet er Kunst und Technik: In New York inszenierte Elíasson vier künstliche Wasserfälle, in seinem Projekt Green River färbte er das Wasser verschiedener Flüsse von Tokio bis Los Angeles in grellem Grün ein. Umgekehrt holt Elíasson Natur auch als Kunst in die Museen: In der Londoner Tate Modern simulierte er mit seinem Weather Project eine gigantische Sonne; eine ganze Landschaft aus isländischen Flusskieseln zieht sich in Kopenhagen durch das Museum für moderne Kunst. Elíassons Oeuvre umfasst auch Fotografien und Multimediaarbeiten, Malereien, Grafiken und Objekte.

Ólafur Elíasson wurde 1967 in Kopenhagen geboren und wuchs in Island und Dänemark auf. Er studierte an der Royal Danish Academy of Fine Arts in Kopenhagen. 1995 zog der Künstler nach Berlin. Heute lebt und arbeitet er dort und in Kopenhagen. Zahlreiche internationale Museen haben dem Künstler Ausstellungen gewidmet, darunter die Tate Gallery of Modern Art und der Martin Gropius Bau. Bei der 50. Biennale von Venedig bespielte Elíasson mit einer Installation den gesamten dänischen Pavillon.

Duo-colour double polyhedron lamp, 2011
Edelstahl, Farb-Effekt-Filterglas (rot, blau), LED-Lampen